Es gibt verschiedene Arten von Heimspeichern, die sich in vier Punkten voneinander unterscheiden: die Batterieart in den Zellen, die Kopplung mit deinen Solarmodulen, die Art des Anschlusses und der Aufbau. Diese vier Entscheidungen sind unabhängig voneinander. Ein Heimspeicher kann also gleichzeitig LFP-Zellen haben, AC-gekoppelt sein, in die Steckdose kommen und erweiterbar sein.
Welche Batteriearten stecken in einem Heimspeicher?
In einem Heimspeicher steckt eine dieser vier Batteriearten: Lithium-Eisenphosphat (LFP), NMC, Natrium-Ionen oder Salzwasser. Nahezu alle Heimspeicher, die jetzt in den Niederlanden verkauft werden, nutzen Lithiumzellen, und zwar meistens LFP.
Bleiakkus findest du in neuen Heimspeichern nicht mehr, weil sie schwer sind und Tiefentladung schlecht vertragen. Die Batterieart bestimmt vor allem die Lebensdauer, das Gewicht pro kWh und die thermische Stabilität.
LFP-Heimspeicher als Standard
Ein LFP-Heimspeicher ist der Standard: Laut dem NIPV nutzen Heimspeicher mit Lithium-Ionen vor allem Zellen mit Lithium-Eisenphosphat. LFP-Zellen enthalten kein Kobalt oder Nickel und halten Tausende von Ladezyklen durch, was gut zu einer Batterie passt, die jeden Tag lädt und entlädt.
Dem steht gegenüber, dass LFP weniger Energie pro Kilo speichert als NMC, wodurch die Batterie bei gleicher Kapazität etwas schwerer ausfällt. Bei TechPunt arbeiten unter anderem die Zendure SolarFlow 2400-Serie und die Anker SOLIX Max-Serie mit LFP.
NMC-Heimspeicher mit Lithium-Ionen
Ein NMC-Heimspeicher funktioniert ebenfalls mit Lithium-Ionen, aber mit einer Kathode aus Nickel, Mangan und Kobalt. Diese Kombination hat eine höhere Energiedichte, weshalb NMC häufig in Elektroautos steckt und auch in älteren Generationen von Heimspeichern verwendet wurde.
Für die tägliche Speicherung zu Hause ist NMC weniger gebräuchlich geworden, weil die Zellen in der Regel weniger Ladezyklen erreichen als LFP und auf knappe Rohstoffe wie Kobalt angewiesen sind.
Natrium-Ionen-Heimspeicher
Eine Natrium-Ionen-Batterie nutzt Natrium statt Lithium als Ladungsträger. Natrium ist reichlich verfügbar und die Zellen kommen ohne Lithium und mit weniger Kobalt und Nickel aus, wodurch diese Variante langfristig günstiger werden kann.
Die Energiedichte liegt meist niedriger als bei LFP, also nimmt ein Natrium-Ionen-Speicher bei gleicher Kapazität oft mehr Platz ein. Seit 2026 werden in Europa die ersten Natrium-Ionen-Speicher für zu Hause ausgeliefert, aber die Auswahl ist begrenzt und TechPunt hat sie noch nicht im Sortiment.
Salzwasser-Heimspeicher
Ein Salzwasserspeicher speichert Strom mit einem Elektrolyt auf Wasserbasis, in dem Salz gelöst ist. Die Flüssigkeit ist nicht brennbar und der Speicher enthält keine Schwermetalle, wodurch diese Art als sicher und umweltfreundlich gilt.
Dem stehen klare Nachteile gegenüber: Ein Salzwasserspeicher ist schwer und voluminös und liefert wenig Leistung, wodurch er nur ein paar Geräte gleichzeitig versorgen kann. Das Angebot in den Niederlanden ist deshalb klein.
Welche Kopplung mit Solarmodulen hat ein Heimspeicher?
Ein Heimspeicher hat eine AC-Kopplung, eine DC-Kopplung oder eine Hybrid-Kopplung mit deinen Solarmodulen. Solarmodule liefern Gleichstrom (DC) und dein Haus nutzt Wechselstrom (AC). Der Unterschied zwischen den Kopplungen liegt in dem Punkt, an dem der Speicher den Solarstrom abgreift: vor oder hinter dem Wechselrichter deiner Module.
AC-gekoppelter Heimspeicher
Einen AC-gekoppelten Heimspeicher schließt du an das Wechselstromnetz im Haus an, hinter dem Wechselrichter deiner Solarmodule. Der Speicher hat einen eigenen Wechselrichter und funktioniert so mit nahezu jeder bestehenden Anlage, auch mit Mikro-Wechselrichtern oder Optimierern.
Deshalb ist das die gängige Wahl, wenn du einen Heimspeicher für Solarmodule suchst, den du nachträglich hinzufügst. Der Strom wird zwar einmal zusätzlich umgewandelt, was etwas mehr Energie kostet als bei einer DC-Kopplung. Beispiele sind der Zendure SolarFlow 2400 AC+ und 1600 AC+ sowie der Anker SOLIX Solarbank Max AC.
DC-gekoppelter Heimspeicher
Ein DC-gekoppelter Heimspeicher speichert den Gleichstrom deiner Module, bevor er umgewandelt wird. Module und Speicher teilen sich einen Hybrid-Wechselrichter, wodurch weniger Umwandlungen nötig sind und weniger Energie verloren geht. Speicher und Wechselrichter müssen allerdings aufeinander abgestimmt sein. Meistens setzt ein Installateur sie gemeinsam ein, bei einer Neuinstallation oder wenn der alte Wechselrichter ersetzt werden muss.
Hybrid-Heimspeicher mit eigenem Solareingang
Ein Hybrid-Heimspeicher hat den Hybrid-Wechselrichter selbst eingebaut, mit einem eigenen Solar-Eingang und einem Anschluss ans Wechselstromnetz. Du schließt die Panels direkt an die MPPT-Eingänge des Akkus an, Regler, die deine Panels immer auf ihrem optimalen Arbeitspunkt laufen lassen. Der Akku liefert den Strom danach als Wechselstrom an dein Zuhause und übernimmt so die Rolle des Wechselrichters.
Der Zendure SolarFlow 2400 Pro hat vier MPPT-Eingänge und der Anker SOLIX Solarbank Max hat drei. Bei Mikro-Wechselrichtern funktioniert dieser Typ nicht, weil sie den Strom schon am Panel in Wechselstrom umwandeln. Auch Optimizer passen nicht dazu, weil sie nur mit dem Wechselrichter ihres eigenen Herstellers zusammenarbeiten.
Wird dein Heimspeicher eingesteckt oder fest angeschlossen?
Dein Heimspeicher wird in eine normale Steckdose eingesteckt oder fest im Zählerschrank angeschlossen. Diese Wahl bestimmt vor allem, wie viel Leistung der Akku an dein Zuhause liefern kann und ob du dafür einen Elektriker brauchst.
Heimspeicher mit Stecker
Einen Heimspeicher mit Stecker steckst du selbst in die Steckdose, ganz ohne Anpassungen an deiner Elektroinstallation. Laut dem NIPV darf so ein Akku pro Steckdose maximal 800 Watt liefern, und mehrere Steckerspeicher brauchen einen eigenen Stromkreis statt einer Steckdosenleiste.
Modelle, die technisch mehr können, wie der Zendure SolarFlow 2400 Pro, sind standardmäßig auf 800 Watt eingestellt. Ein Plug-in-Heimspeicher ist damit der unkomplizierte Einstieg in die Stromspeicherung.
Fest installierter Heimspeicher
Ein fest installierter Heimspeicher wird von einem Elektriker an einen eigenen Stromkreis im Zählerschrank angeschlossen. Der Akku kann dann mehr Leistung liefern als über eine Steckdose, was praktisch ist, wenn du abends viel Strom gleichzeitig brauchst, zum Beispiel für ein Induktionskochfeld.
Fest installierte Systeme hängen meist an der Wand in einer Garage, einem Schuppen oder Keller. Auch einige Stecker-Modelle kannst du fest anschließen lassen: Der Anker SOLIX Solarbank Max AC lädt und entlädt dann mit maximal 3.500 Watt.
Ist dein Heimspeicher all-in-one oder modular aufgebaut?
Dein Heimspeicher ist all-in-one aufgebaut, wenn Batterie, Wechselrichter und Steuerung in einem Gehäuse stecken, und modular, wenn du die Kapazität mit einzelnen Akkus erweiterst. Die beiden schließen sich nicht gegenseitig aus. Der Zendure SolarFlow 2400 AC+ ist zum Beispiel eine komplette Einheit mit 2,4 kWh, die du mit zusätzlichen Akkus bis auf 16,8 kWh erweitern kannst.
All-in-one Heimspeicher
Bei einem All-in-One-Heimspeicher musst du keinen separaten Wechselrichter oder Regler kombinieren, denn alles steckt schon in der Einheit. Das spart Kabel, Platz an der Wand und das Herausfinden, welche Teile zusammenpassen. Möchtest du später mehr Speicher, prüfe dann, ob das Modell erweiterbar ist, denn sonst brauchst du eine zweite Einheit.
Modularer Heimspeicher
Ein modularer Heimspeicher besteht aus einer Haupteinheit, zu der du Erweiterungsakkus hinzufügst. Du startest mit der Kapazität, die du jetzt brauchst, und erweiterst, wenn dein Verbrauch steigt, zum Beispiel durch eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto.
Diese Akkus passen nur zu den Haupteinheiten, für die der Hersteller sie entwickelt hat, wie die Zendure AB2000- und AB3000-Akkus oder die Anker SOLIX BP5000 und BP7000. Eine Übersicht erweiterbarer Systeme findest du bei den modularen Heimspeichern.
Welcher Typ Heimspeicher passt zu deiner Situation?
Welcher Typ Heimspeicher zu deiner Situation passt, hängt vor allem von deinen Solarmodulen ab und davon, wie viel du im Zählerschrank anpassen möchtest. Diese Kombinationen kommen am häufigsten vor:
- Vorhandene Solarmodule: ein AC-gekoppelter Heimspeicher neben deinem aktuellen Wechselrichter.
- Neue Module oder ein Wechselrichter, der ersetzt werden muss: ein hybrider Heimspeicher mit eigenem Solareingang.
- Mietwohnung oder Apartment: ein Heimspeicher mit Stecker.
- Hohe Leistung nötig: ein fester Heimspeicher.
- Wachsender Verbrauch: ein modularer Heimspeicher.
- Keine Solarmodule: ein Speicher, der mit einem dynamischen Energievertrag in den günstigen Stunden lädt, also ein Heimspeicher ohne Solarmodule.
Der Typ sagt noch nichts über die Kapazität aus. Wie viele kWh zu deinem Verbrauch passen, liest du im Blog über welchen Heimspeicher du brauchst.
Deinen Typ Heimspeicher bei TechPunt wählen
Bei TechPunt wählst du deinen Typ Heimspeicher aus AC-gekoppelten, hybriden, Plug-in- und modularen Modellen von Zendure und Anker SOLIX. Alles wird aus unserem eigenen Lager in Barneveld verschickt, mit 2 Jahren Garantie auf jedes Produkt.
Du bist dir nicht sicher, welcher Typ zu deiner Installation passt? Stell deine Frage per Telefon, Mail oder WhatsApp, dann überlegen wir gemeinsam mit dir.


